RTI Scanner Maker-Projekt

In Allgemein von Team

Mittels des Reflectance Transformation Imaging, kurz RTI, ist ebenfalls unter dem Namen Polynomial Texture Mapping (PTM) bekannt und wurde zuerst auf der Sieggraph 2001 vorgestellt. Mit dieser Technik ist es möglich Bilder unter unterschiedlichen Lichtbedingungen realistisch wieder zu geben. Gerade im 3D-Visualisierungsbereich lässt sich diese Technik einsetzten, um naturalistische Oberflächen zu simulieren, die der Wirklichkeit in nichts nachstehen. Mit entsprechenden Viewern kann man ebenfalls den Lichteinfall auf das fotografierte Objekt dynamisch verändern. Damit eignet es sich ebenfalls für Archeologieanwendungen, um im Nachhinein Strukturen wie z.B. Inschriften besser analysieren zu können.
Der Schlüssel dazu solche Oberflächen aufzunehmen ist der RTI-Scanner, den wir unter der Leitung des erfahrenen Maker-Kollegen Paul Kramer gebaut haben. Unser Scanner besteht aus einer Kuppel, die im Inneren mit 64 LED’s mit 1 Watt Leistung bestückt ist. Die LED’s umkreisen das Motiv in mehreren Ebenen und werden mittels des Arduino-Boards nacheinander gefeuert. Pro LED-Lichtphase löst die Kamera jeweils ein Bild aus. Aus den resultierenden 64 Bildern errechnet eine Software die Texturenschichten, u.A. die Farb- und die Tiefenmap. Die Farbtextur ist quasi Beleuchtungsneutral und eignet sich damit hervorragend für Einsätze in der 3D-Grafik.

Unser RTI-Scanner steht nun Augenpulver, unserer hausinternen Design-Agentur, zur Verfügung, wo es für die 3D-Visualisierung eingesetzt wird. Kunden können dort ebenfalls einen RTI-Scann beauftragen.